„Kochen macht Spaß, besonders, wenn man mit Freunden zusammen kochen kann. Es ist auch schön neue Rezepte von anderen Kulteren zu lernen.“
Usama
Maqluba ist ein palästinensisches Gericht, das auch in Syrien oft zubereitet wird. „Maqluba“ heißt übrigens „auf den Kopf gestellt“ – warum das Gericht so heißt werdet ihr sicher gleich merken…
Zutaten
- 3 Tassen Reis
- 4-6 Hähnchenteile
- 2 EL Butter
- 2 Auberginen
- 2 Kartoffeln
- 2-3 Lorbeerblätter
- 1 TL Kardamom
- (viel) Öl
- Salz, Pfeffer
Zubereitung
Die Hähnchenkeulen mit etwas Salz, Kardamom und den Lorbeerblätter für ca. 40 min kochen und den Reis für ca. 30 Minuten einweichen.
Die fertig gekochten Hähnchenkeulen enthauten und in mittelgroße Stücke zerpflücken. Die Hühnerbrühe unbedingt für später aufbewahren!
Währenddessen die Auberginen und Kartoffeln in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Anschließend die Auberginen und die Kartoffeln nacheinander in heißen Öl goldbraun frittieren und auf einem Küchentuch abtropfen lassen.
In einem Topf etwas Butter verteilen. (Der Topf sollte nicht zu breit sein, da es sonst nicht hoch wird und man es danach nicht gut umkippen kann.) Nun zuerst das Fleisch, dann die Auberginen und die Kartoffeln und dann den Reis darüber schichten. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit 6 Tassen von der Hühnerbrühe für ca. 30-40 Minuten auf kleinster Flamme zum Köcheln bringen.
Nüsse und Pinienkerne goldbraun rösten.
Den Topf vom Herd nehmen und für ca. 5 Minuten ruhen lassen.
Nun einen Teller oder eine Platte, die größer als der Topf ist, auf den Topf legen. Beides gut festhalten und schnell umdrehen, kurz ruhen lassen, dann leicht auf den Topf schlagen und diesen schließlich vorsichtig abheben.
Zum Abschluss die gerösteten Nüsse und Pinienkerne darüber streuen.
Im Optimalfall habt ihr jetzt ein toll übereinander geschichtetes Essen – falls es doch auseinander fällt kann ich euch aus eigener Erfahrung sagen: Es schmeckt trotzdem unglaublich lecker!
Als Beilage lassen sich übrigens gut Gurken-Tomaten-Salat oder Ayran servieren.
Usama lernen wir bei einem Kochabend des Projekts „Eat2Meet“ kennen. Der Syrer mit palästinensischen Wurzeln ist seit 2015 in Deutschland und macht gerade einen C1-Deutschkurs, um anschließend studieren oder eine Ausbildung beginnen zu können.
Als wir uns kennenlernen zeigt er mir Bilder von arabischen Gerichten, bei denen mir direkt das Wasser im Mund zusammenläuft und schnell ist klar, dass wir uns unbedingt mal zum Kochen treffen müssen. Ein paar Wochen später sind wir dann bei ihm eingeladen und bereiten alle zusammen Usamas Lieblingsgericht, Maqluba, zu. Während im Hintergrund arabische Musik läuft wird also geschnitten, frittiert und gekocht – bis am Ende ein unglaublich leckeres Essen auf dem Tisch steht.